Rückblick: CSD Sonneberg

am 19.07.2025

Am Samstag, den 19.07., fand der zweite CSD in Sonneberg statt. Rund 350 Teilnehmende sind auf die Straße gegangen, um für queere Rechte und Sichtbarkeit sowie gegen die zunehmende rechte und queerfeindliche Stimmung zu demonstrieren. Es gab einen Umzug sowie ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Reden, Musik-Acts, einer Drag-Show und begleitenden Info-Ständen auf der Endkundgebung.

Auch in Sonneberg ist die rechte Stimmung durchaus wahrnehmbar, insbesondere nach den Wahlen, bei denen der erste AfD-Landrat ins Amt gewählt wurde.

Dennoch verlief der CSD weitestgehend störungsfrei. Viele Menschen guckten aus ihren Fenstern, einige eher kritisch, der Großteil winkte dem Umzug aber zu und schien sich sehr zu freuen.

Scheuheit für Deutschland

Im Vorhinein wurde eine Gegendemonstration für 13 Teilnehmende angemeldet. Am Endkundgebungsort warteten dann lediglich 10 Gegendemonstrant:innen auf uns, die versuchten mit Redebeiträgen ihr binäres und unwissenschaftliches Verständnis von Geschlecht und Sexualität kundzutun.

Der mickrigste Gegenprotest seit langem

Wir würden uns trotzdem wünschen, dass wir alle mehr den Schutz von CSDs auf dem Schirm haben und uns dafür nicht auf die Polizei verlassen sollten/können, was ein kleiner Zwischenfall auf der Kundgebung verdeutlichte. Ordner*innen sind zwar da, um die Demo zu ordnen, sollten aber nicht als Helfer*innen der Polizei verstanden werden, sondern ausschließlich als Unterstützung der Versammlungsleitung.

Ein besonders schöner Moment war hingegen das gemeinsame Solifoto für Maja. Free all Antifas!